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Nach Rücksprache mit den Trainern der betroffenen Teams wurden alle drei kurzerhand zum Turniersieger erklärt. Heilbronn belegte Platz 4. Einen vielversprechenden Auftakt gab es im ersten Spiel der Young Lions gegen die Steelers aus Bietigheim. Nach einem verschlafenen ersten Drittel, das mit 1:3 auch prompt verloren ging, kam das Team von Trainer Henry Schild zurück ins Spiel und gewann die beiden folgenden Drittel in eindrucksvoller Manier. Am Ende hieß es 12:7 für die Young Lions. Zu diesem Zeitpunkt konnte niemand ahnen, welche Bedeutung die fünf Tore Vorsprung später noch bekommen sollten.
Im zweiten Turnierspiel trafen die Löwenkids auf den leicht favorisierten Mannheimer ERC. Insgesamt fand die mit kompletten vier Blöcken angetretene Heimmannschaft hier nicht so recht ins Spiel und unterlag am Ende nach kurzem Aufbäumen im zweiten Drittel mit 4:9, also mit fünf Toren Rückstand. Der fachkundige Leser ahnt, was jetzt kommt.
In den letzten beiden parallel verlaufenen Partien standen sich die Young Lions und Heilbronn auf der einen Seite sowie Bietigheim und Mannheim auf der anderen Seite gegenüber. Während Frankfurt die nur noch statistisch bedeutende Partie klar und verdient mit 21:6 gewann, nahm das Baden-Württemberg-Derby einen anderen Verlauf als zunächst erwartet. Bietigheim übernahm schnell das Kommando und führte nach dem ersten Drittel mit 3 : 2. Mannheim hätte zum Turniersieg eine Niederlage mit vier Toren Unterschied bereits gereicht - doch Bietigheim erhöhte nach dem zweiten Drittel auf 7:5. Es wurde dramatisch. In der Turnierleitung scherzte man zu diesem Zeitpunkt über ein mögliches „totes Rennen". In jedem Falle war es noch nicht möglich, die für die einzelnen Spieler vorbereiteten Urkunden mit der entsprechenden Turnierplatzierung zu beschriften. Alles war noch möglich - sogar ein Turniersieg Bietigheims, der bei einem 6-Tore-Vorsprung gegen Mannheim zustande gekommen wäre.
Es kam, wie es kommen musste. Bietigheim schlug Mannheim mit 11:6. Wieder eine Tordifferenz von 5. Alle drei Teams hatten somit 6 Punkte und eine Tordifferenz von 0, da im Eishockey nur der direkte Vergleich der punktgleichen Mannschaften in Betracht gezogen wird. Auch spielen im Eissportverband Baden-Württemberg die einzelnen Drittelergebnisse keine Rolle. Was tun? Die Trainer wurden zusammengerufen und ein salomonisch-faires und kindergerechtes Urteil gefunden. Das Turnier hat drei Sieger.
Hier der offizielle Endstand:
- Mannheimer ERC (6 Punkte)
- SC Bietigheim-Bissingen (6 Punkte)
- Young Lions Frankfurt (6 Punkte)
4. Heilbronner EC (0 Punkte)
Ein herzlicher Dank gilt den vielen Helfern, die bei der Vorbereitung und Durchführung des Turniers mit Rat und Tat zur Seite standen. Ebenso gilt unser Dank den mitgereisten Eltern und Fans für die sportlich-faire Begeisterung um die Kinder. Nicht zuletzt sei allen Kindern bescheinigt, dass sie ein wunderbares Turnier gespielt haben und eine tolle Leistung gezeigt haben. Wir freuen uns auf die weiteren Turniere in dieser Saison.
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